Aus für Darmspiegel
Die letzte Ausgabe ist erschienen. Nach einem Jahr und neun Heften stellt das unabhängige Studentenmagazin »Darmspiegel« ab Mai sein Erscheinen ein. Mit der Jubiläumsausgabe vom 7. April ist Schluss. Der von Studenten der Hochschule Darmstadt (HDA) und Technischen Universität 2008 gegründete Darmspiegel-Verlag wird aber weiterhin bestehen bleiben. Statt des Magazins will das Redaktions-Team im Sommer ein Buch herausbringen.
Jan-Kristian Jessen, Herausgeber des »Darmspiegel«, begründet das Aus nicht nur mit Einbrüchen beim Anzeigenmarkt, sondern vor allem mit der nachlassenden Motivation der Studierenden. Nach vier erfolgreichen Ausgaben nur online und fünf gedruckten Ausgaben sei »Routine« eingekehrt. Nach einer aufregenden Startphase hätten sich die Abläufe Monat für Monat wiederholt. Das Team suche aber nach Abwechslung und neuen Impulsen. »Wir sind junge Studenten. Wir wollen möglichst viele verschiedene Dinge machen«, sagt der 21-jährige Jessen, der Online-Journalismus an der HDA studiert.
Von Oktober 2008 bis heute erschien das Magazin in einer Auflage von 8000 Exemplaren. Auf 52 Seiten bildete das Hochglanz-Heft kritisch und fantasievoll das Studentenleben in Darmstadt ab. Das rund 20-köpfige Team arbeitet bereits an neuen Projekten. Im Sommer soll ein »Zwischending zwischen Buch und Magazin erscheinen«, sagt Jessen. Rund 80 bis 100 Seiten 1 sollen ausschließlich ein Thema behandeln.
Anmerkung der darmspiegel-Redaktion: Damit Sie sich nichts Falsches merken, korrigieren wir Fehler in Presseberichten mit Fußnoten.- mehr als 200 Seiten [↩]
— alu
- Quelle: Frankfurter Rundschau vom 8. April 2009
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