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	<title>Der darmspiegel Verlag &#187; lesenswert</title>
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		<title>&#9829; Vom Seminar in die Redaktionskonferenz</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 12:56:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Der darmspiegel. Die Themen bewegten sich irgendwo zwischen "Bravo", "Titanic" und "Jungle World", und das Einzige, über das man sich ärgern könnte, war die schwankende Qualität der Texte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RHEIN-MAIN. Als der &raquo;Darmspiegel&laquo; im April zum letzten Mal erschien, war die Trauer unter Darmst&auml;dter Studenten gro&szlig;. Ein Jahr lang hatten sie gehabt, was nicht viele Hochsch&uuml;ler haben: Ein witziges, sch&ouml;nes, von jungen Leuten gemachtes Magazin, das auch noch kostenlos abgegeben wurde. Die Themen bewegten sich irgendwo zwischen &raquo;Bravo&laquo;, &raquo;Titanic&laquo; und &raquo;Jungle World&laquo;, und das Einzige, &uuml;ber das man sich &auml;rgern k&ouml;nnte, war die schwankende Qualit&auml;t der Texte.</p>
<p>Es gab aber auch echte Lichtblicke, zum Beispiel das satirische Drehbuch zur &raquo;Hessen-Verschw&ouml;rung&laquo;, in dem Roland Koch, Andrea Ypsilanti und &raquo;Sch&auml;G&uuml;&laquo; alias Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel gemeinsam in &raquo;Dagmar (Metzger&#8217;s) Pilsstube&laquo; auf die Ergebnisse der Landtagswahl warten. Und schon wegen der aufwendig inszenierten Fotos und des bis ins Detail stilvollen Layouts lohnte es sich, das Heft durchzubl&auml;ttern. In seinem nur neun Ausgaben w&auml;hrenden Leben hatte der &raquo;Darmspiegel&laquo; eine treue Fangemeinde gewonnen.</p>
<p>Zu Recht &ndash; denn jeder, der einmal studiert hat, wei&szlig;, dass Studentenzeitungen auch ganz anders aussehen k&ouml;nnen. Meistens liegen sie in der Mensa aus, grau, matt, auf schlechtem Papier gedruckt und von unattraktivem Volumen. Hat man sich zum Aufschlagen durchgerungen, erwartet einen schon die n&auml;chste Zumutung in Gestalt von Bleiw&uuml;sten, die sich bei n&auml;herem Hinsehen als ideologisch gepr&auml;gte Erg&uuml;sse zu hochschulpolitischen Themen erweisen. Herausgeber ist h&auml;ufig der AStA, der zum Beispiel an der Uni Frankfurt sogar verpflichtet ist, eine Mitgliederzeitung f&uuml;r die 33&#160;000 Studenten zu produzieren.</p>
<p>An der Goethe-Universit&auml;t gibt es keinen &raquo;Darmspiegel&laquo;, daf&uuml;r ist die AStA-Zeitung besser als manche andere. Immerhin ist sie farbig, wenn auch blass, und die hinteren Seiten nimmt ein Kulturteil mit Ausstellungsrezensionen, Buchbesprechungen und R&auml;tseln ein. Sonst ist viel Kapitalismuskritisches zu lesen, und es macht sich nicht nur durch Rechtschreibfehler bemerkbar, dass die Redaktion wohl oft unter Zeitdruck arbeitet: Einmal ist unter der &Uuml;berschrift &raquo;Der Frankfurter Philosoph Theodor Ludwig Wiesengrund-Adorno&laquo; ein Text abgedruckt, in dem es nicht um Adorno, sondern um Studiengeb&uuml;hren geht, und der &uuml;berdies im selben Heft 30 Seiten weiter vorne schon einmal zu finden war.</p>
<p>Nils Zimmermann, der im achten Semester Jura studiert, ist einer von zwei festen Redakteuren der AStA-Zeitung. Die meisten Artikel k&auml;men von Studenten der Geistes&#8209; und Sozialwissenschaften, sagt er, aber auch Professoren ver&ouml;ffentlichten dort gerne ihre Texte. Die Themen sollten immer einen Bezug zur Uni haben, eine &raquo;Unterhaltungszeitung&laquo; wolle er jedenfalls nicht machen.</p>
<p>Weil sie sich genau das Gegenteil, n&auml;mlich eine Zeitung mit etwas mehr Unterhaltung und vor allem mehr Meinungsvielfalt, w&uuml;nschten, gr&uuml;ndeten ein paar Mainzer Studenten vor elf Jahren die &raquo;Stuz&laquo;. In der Mainzer AStA-Zeitung h&auml;tten damals nur &raquo;politisch einseitige Elaborate&laquo; gestanden, sagt einer der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Stefan Kraatz.</p>
<p>Die &raquo;Stuz&laquo; ist f&uuml;r Mainz so etwas, wie es der &raquo;Darmspiegel&laquo; f&uuml;r Darmstadt war, vielleicht sogar noch mehr. Denn sie ist inzwischen aus der Universit&auml;t herausgewachsen. Das Magazin ist zugleich ein Veranstaltungskalender f&uuml;r das gesamte Rhein-Main-Gebiet. Dieser Teil sichere die &raquo;Sockelfinanzierung&laquo;, sagt Kraatz, der auch f&uuml;r die Anzeigenbeschaffung zust&auml;ndig ist. Au&szlig;er ihm arbeiten noch zwei andere Nicht-mehr-Studenten f&uuml;r die Stuz, f&uuml;r sie ist es ein Vollzeitjob. Die Artikel liefern etwa 50 Studenten. Sie bekommen nach Kraatz&lsaquo; Worten kein Geld, aber &raquo;Wissen als Gegenleistung&laquo;. Die Stuz verstehe sich als &raquo;Lehrredaktion&laquo; und biete Layout&#8209; Workshops und Schreibseminare an.</p>
<p>Es werde allerdings immer schwieriger, Studenten f&uuml;r schwierige, besonders f&uuml;r politische Themen zu begeistern. Kraatz hat Politikwissenschaften studiert und findet es schade, dass die Studenten sich heute nur f&uuml;r &raquo;Kultur, Kultur, Kultur&laquo; interessierten. Dazu komme noch, dass sie seit der Umstellung auf Bachelor und Master schlicht keine Zeit mehr f&uuml;r lange Recherchen h&auml;tten. Sie w&uuml;rden &raquo;auf Arbeiten gedrillt&laquo;, k&ouml;nnten nicht mehr &raquo;links und rechts gucken&laquo;. In den Redaktionssitzungen meldeten sich oft viele f&uuml;r ein Thema, etwa f&uuml;r die Debatte um ein Grundeinkommen. &raquo;Aber am Ende macht dann keiner was.&laquo;</p>
<p>In der letzten Ausgabe des &raquo;Darmspiegel&laquo; hat die Redaktion aufgef&uuml;hrt, wie viele Stunden Arbeit in den neun zur&uuml;ckliegenden Ausgaben steckten: 16&#160;000 haben sie zusammengez&auml;hlt. Das war am Ende aber gar nicht der Grund daf&uuml;r, das Magazin einzustellen. &raquo;Wir h&ouml;ren auf, bevor es schlecht wird&laquo;, sagt eine Redakteurin im Abschiedsinterview. Sie h&auml;tten Angst vor der Routine gehabt, erg&auml;nzt Jan-Kristian Jessen, der in Mainz Journalismus studiert<sup>&nbsp;1</sup> und einer der 15 Studenten war, die den Kern der Redaktion bildeten. Und sie h&auml;tten es nicht geschafft, &raquo;eine n&auml;chste Generation heranzuziehen&laquo;. Vielleicht seien sie aber auch nicht offen genug gewesen, ihr Projekt aus der Hand zu geben. Man m&uuml;sse &raquo;das Feuer entfachen&laquo;, damit man es durchhalte, ein Jahr lang ununterbrochen zu arbeiten und N&auml;chte schlaflos zu verbringen, ohne daf&uuml;r Geld zu bekommen.</p>
<p>Dass es sich gelohnt hat, merkt man, wenn man mit einem alten Exemplar des Magazins in einer Regionalbahn sitzt. Unabh&auml;ngig voneinander fragen zwei junge Fahrg&auml;ste mit Hoffnung im Blick: &raquo;Gibt es den &rsaquo;Darmspiegel&lsaquo; jetzt wieder?&laquo;</p>
<strong>Anmerkung der darmspiegel-Redaktion: Damit Sie sich nichts Falsches merken, korrigieren wir Fehler in Presseberichten mit Fußnoten.</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_76" class="footnote">er studiert selbstredend in Darmstadt Journalismus</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>&#9829; Warte, bis es dunkel ist</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 16:59:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[nachts in darmstadt]]></category>

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		<description><![CDATA["Nachts in Darmstadt" ist ein wahres Buchkunstwerk geworden … ein Manifest für das bunte Leben, das sich unter der schwarzen Decke der Nacht in Darmstadt entfaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&raquo;Nachts in Darmstadt&laquo;: Mehr als 50 Studenten haben ihrer n&auml;chtlichen Stadt ein Buchknstwerk gewidmet</strong></p>
<p>DARMSTADT. Der erste Satz lautet: &raquo;Nun ja, Darmstadt&laquo;. Als Metropole mit atemberaubendem Nachtleben ist Darmstadt nicht gerade bekannt. Noch nicht. Denn die folgenden 220 Seiten des Buchs &raquo;Nachts in Darmstadt&laquo; sind geradezu ein Manifest f&uuml;r das bunte Leben, das sich unter der schwarzen Decke der Nacht in Darmstadt entfaltet. Jetzt ist das Werk, in 1500 handnummerierten Exemplaren, auf dem Markt &ndash; eine Menge Nachtarbeit steckt darin auf jeden Fall.</p>
<p>Denn die mehr als 50 Studenten, die meisten von der Hochschule Darmstadt, aber auch einige von der Technischen Universit&auml;t, die daran mitarbeiteten, haben in nur vier Monaten ein h&ouml;chst anspruchsvolles Projekt verwirklicht. Das Team, im Kern besteht es aus jenen Studenten, die zuvor das erfolgreiche Stadtmagazin &raquo;Darmspiegel&laquo; gegr&uuml;ndet und betrieben haben, hatte sich vorgenommen, diesmal ein einmaliges Projekt zu verwirklichen, das nicht, wie sie es bei ihrem Magazin empfanden, in Routine abgleiten k&ouml;nnte. Josef Mayerhofer, der einzige Betriebswirtschaftsstudent im Team und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Darmspiegel Verlagsgesellschaft, sagt, das Buchprojekt habe enorm von der Erfahrung mit dem Magazin profitiert &ndash; vom Businessplan &uuml;ber die Gestaltung bis hin zum Vertrieb haben die Studenten auch jetzt alles selbst und gemeinsam, also f&auml;cher&uuml;bergreifend, gemacht.</p>
<p>&raquo;Nachts in Darmstadt&laquo; ist ein wahres Buchkunstwerk geworden. Vom schwarzen Glanz-Cover mit dem gepr&auml;gten Stadtplan &uuml;ber klare Farben bis hin zu Designs, die sogar die eigens gestalteten Anzeigen der Sponsoren einschlie&szlig;en, verbinden sich auf dem griffigen Papier in brillantem Druck Themen und Gestaltung zu einem besonderen Darmstadt-F&uuml;hrer.</p>
<p>Die Geschichte vom Schlossgespenst, das Portrait eines Narkoleptikers, die Thesen Darmst&auml;dter Traumforscher, ein mit raffinierten Stickbildern illustriertes Mond-M&auml;rchen der Grimms, die besten Pl&auml;tze f&uuml;r erotische Abenteuer &ndash; es gibt kaum ein Thema rund um die Nacht in Darmstadt, das die studentischen Autoren, Fotografen und Zeichner ausgelassen haben. Manches haben sie auch selbst mehr oder weniger kreirt, wie Redaktionsmitglied Anke Schuhardt, Studentin des Fachs Online-Journalismus an der Hochschule, mit dem &raquo;Guerilla-Gardening&laquo;. Gibt es wirklich Studenten, die nachts vermummt mit schwerem Ger&auml;t durch die Stra&szlig;en ziehen, um Begonien, Stiefm&uuml;tterchen oder &raquo;Samenbomben&laquo; in verwaiste Blumenk&uuml;bel und trostlose Beete zu pflanzen? Als Reportage samt Fotos liegt der Beweis nun wei&szlig; auf schwarz vor. Ein Film ist im Internet unter www.nachtsindarmstadt.de zu sehen, einer Plattform, auf der die im Buch ausgelegten F&auml;den weitergesponnen werden sollen &ndash; schlie&szlig;lich sind haupts&auml;chlich Online-Journalisten am Werk. Die d&uuml;rfen das Buch als Semesterprojekt in ihr Studium einbringen.</p>
<p>Mayerhofer und Andreas Strack, der Kommunikationsdesign studiert und als Art Director mit seiner Freundin Rimma Khasanshina das gesamte Designkonzept entworfen hat, bekommen zwar keine Scheine, sch&auml;tzen aber die Erfahrung, auch f&uuml;r ihre berufliche Zukunft. Dank der Unterst&uuml;tzung der Hochschule und zahlreicher Sponsoren steht das 10&#160;000-Euro-Projekt auf finanziell sicheren F&uuml;&szlig;en, verkalkuliert haben sich die Studenten offenbar nicht. Und sie haben schon viele Ideen f&uuml;r weitere interdisziplin&auml;re Projekte. Jetzt steht f&uuml;r die meisten Studenten ein Praxissemester an &ndash; als praxistauglich haben sie sich mit &raquo;Nachts in Darmstadt&laquo; allerdings schon erwiesen.</p>
<p><em>Am 30. Juli findet im Jazzinstitut Darmstadt eine n&auml;chtliche Lesung aus dem Buch statt, Beginn ist um 19:30&#160;Uhr. Informationen zum Buch im Internet unter www.nachtsindarmstadt.de</em></p>
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		<title>&#9829; Die Durchmacher</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 08:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>
		<category><![CDATA[nachts in darmstadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Buch, das es nach allem, was man über Büchermachen weiß, eigentlich nicht geben dürfte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darmst&auml;dter Studenten haben zusammen ein Buch &uuml;ber die Nacht in Darmstadt verfasst. Ein Buch, das es nach allem, was man &uuml;ber B&uuml;chermachen wei&szlig;, eigentlich nicht geben d&uuml;rfte.</p>
<p>Es war eine merkw&uuml;rdige Idee, gibt auch Tobias Reitz zu, ein Buch nicht nur schreiben, sondern auch drucken zu wollen. Merkw&uuml;rdig deshalb, weil Reitz sich in einem Umfeld bewegt, in dem bedrucktes Papier zunehmend antiquiert wirkt &ndash; Reitz und die meisten seiner Mitstreiter studieren Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt. So gesehen war es nachgerade eine Frechheit, ein gedrucktes Buch als gemeinsame Semesterarbeit vorzuschlagen. Wie ihr Professor auf den Plan reagiert hat? &raquo;Da war er zum Gl&uuml;ck in China&laquo;, grinst Reitz.</p>
<p>Am Ende haben die Professoren das Projekt nach Kr&auml;ften unterst&uuml;tzt. &raquo;Es war ein gro&szlig;es Gl&uuml;ck f&uuml;r uns, dass wir da diese Unterst&uuml;tzung erhalten haben &ndash; und zwar fachlich und finanziell.&laquo; Auch mit der Hochschule im R&uuml;cken war die Aufgabe gewaltig &ndash; f&uuml;nfzig Menschen haben zusammengearbeitet: Autoren, Redakteure, Faktenchecker, Grafiker, Zeichner, Dichter, Programmierer, Verk&auml;ufer. Die Studenten mussten ihr eigener Verlag werden und ihre eigene Marketing-Abteilung. Das zu organisieren und diesem Haufen von Menschen in weniger als einem Jahr ein Buch abzuringen, ist eine sportliche Herausforderung. Die Studenten haben es in vier Monaten geschafft.</p>
<p>Tobias Reitz sollte das erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Er hatte die Funktion eines Projektleiters, und dass die Studenten diese Rolle ebenso besetzt haben wie die eines Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers, ist ein Teil der Antwort. Ein weiterer, dass die Buch-Macher einiges an Erfahrung gesammelt haben mit ihrem vorigen privaten Projekt, dem Studentenmagazin &raquo;Darmspiegel&laquo;. Und paradoxerweise waren die angehenden Online-Journalisten erfolgreich nicht trotz, sondern wegen ihrer erlernten Affinit&auml;t zum Internet &ndash; dort fanden sie die Werkzeuge, die ein solches Projekt erst m&ouml;glich machten.</p>
<p>Reitz z&auml;hlt die verschiedenen Online-Tools auf, alle aus dem Bereich der so genannten Sozialen Software: Die kostenlose Team-Textverarbeitung Google Docs. Den Terminabsprachen-Dienst Doodle. Chat-Programme. Gro&szlig;e E-Mail-Verteiler. Und, als R&uuml;ckgrat der Redaktionsorganisation, ein Wiki &ndash; dasselbe technische System, das Gemeinschaftsprodukte wie das Online-Lexikon &raquo;Wikipedia&laquo; erm&ouml;glicht. Ein Wiki erlaubt vielen Menschen, am gleichen Wissensstamm zu arbeiten. Hunderte von Wiki-Seiten &uuml;ber Termine und Projektpl&auml;ne, Rechercheergebnisse und Arbeitsweisen, bearbeitet von jeweils zehn bis zwanzig Personen. &raquo;Man nutzt dann einfach die Schwarmintelligenz bei 20 Leuten&laquo;, erkl&auml;rt Tobias Reitz. &raquo;Irgendwer wird schon mal eine Ahnung gehabt haben im Ansatz, oder zur Not gibt&rsquo;s immer noch Google.&laquo;</p>
<p>Den gr&ouml;&szlig;ten Vorteil der &raquo;sozialen Software&laquo; Wiki gegen&uuml;ber einer herk&ouml;mmlichen Textverarbeitung sieht der Student im Umgang mit den verschiedenen Textversionen: &raquo;Manchmal werden Texte auch kaputtredigiert. Dann kann ich eine Stufe zur&uuml;ckspringen und habe meine alte Version wiederhergestellt.&laquo; Was allerdings auch zu Auseinandersetzungen f&uuml;hrt, gerade in einer Projektgruppe, die sich als weitgehend hierarchiefrei versteht. Josef Mayerhofer, einer der beiden Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Projekts, erkl&auml;rt: &raquo;Es h&auml;ngt nat&uuml;rlich davon ab, wie erz&uuml;rnt der Autor jetzt ist. Die angenehmste Variante ist nat&uuml;rlich: Man geht ins Wiki und &auml;ndert es einfach zur&uuml;ck &ndash; aber: Man muss nat&uuml;rlich sagen, diese Online-Zusammenarbeit bringt nat&uuml;rlich auch Probleme mit sich, eben diese zwischenmenschlichen Sachen.&laquo; Die L&ouml;sung: &raquo;Am Ende ist ein kl&auml;rendes Telefonat oder sogar ein Gespr&auml;ch, wo man sich gegenseitig in die Augen sehen kann, keine schlechte Idee.&laquo; Auch deshalb hat das Redaktionsteam daran festgehalten, sich zweimal w&ouml;chentlich zu treffen&#160;&#8211; im Internet f&auml;ngt Zusammenarbeit an, aber sie ist dort nicht zu Ende.</p>
<p>Sucht man nach einem Ausgangspunkt f&uuml;r das Buch &uuml;ber die Nacht, ist er wohl in einer Darmst&auml;dter D&ouml;nerbude zu finden. Sie lieferte die erste Idee f&uuml;r einen Artikel im Buch: Bebilderte Kurzportr&auml;ts von allen, die der sp&auml;te Hunger nachts zusammenf&uuml;hrt. Weitere Themenideen kamen wie von selbst: Eine Reportage, in der der Autor die Nacht in der durchgehend ge&ouml;ffneten Absturz-Kneipe &raquo;Herkules&laquo; beschreibt. Eine Fotostrecke mit liebevoll inszenierten Blicken unter Bettdecken. Ein Nachtcomic. Nachtgedichte. Ein Essay &uuml;ber Weltuntergangs-Szenarien unter dem Titel: &raquo;Die letzte Nacht&laquo;. Die Macher hatten einen Heidenspa&szlig; daran, sich in m&ouml;glichst vielen Formen auszuprobieren. Selbst ein Video hat das Buch hervorgebracht, &uuml;ber n&auml;chtliches wildes G&auml;rtnern in der Stadt &ndash; es ist zu finden auf der eigenen Webseite. Um das Nachtbuch zu bewerben, haben sie einen &raquo;Schlafmob&laquo; organisiert, ein wohl koordiniertes Happening auf dem Darmst&auml;dter Luisenplatz.</p>
<p>Ein &raquo;Zwischending zwischen Journalismus und Kultur&laquo; strebten sie an, sagt Projektmanager Tobias Reitz. Und dabei halten sie es f&uuml;r einen Standortvorteil, in Darmstadt zu leben und nicht beispielsweise im hippen Berlin. &raquo;Darmstadt hat ein Potential, das es noch nicht richtig erkennt&laquo;, lobt Reitz, und Mayerhofer erg&auml;nzt: &raquo;Nachts in Berlin &ndash; wie soll das funktionieren?&laquo; In der Hauptstadt w&auml;re ihr Nachtbuch eins von vielen &uuml;ber die Stadt; der Reiz des Besonderen w&auml;re dahin.</p>
<p>Viel Herzblut haben die Macher in ihr Projekt gesteckt &ndash; und zahllose durchgemachte N&auml;chte. &raquo;Ganz viel Motivation, ganz viel Verzicht auf Schlaf, ganz viele Nachtschichten&laquo;, so beschreibt die Germanistikstudentin Bebero Lehmann ihre Zeit mit dem Buch und scheint immer noch ein wenig zu staunen &uuml;ber sich selbst. Eine letzte Nachtschicht steht den Durch-Machern noch bevor: Sie haben sich in den Kopf gesetzt, die frisch gedruckten B&uuml;cher allesamt von Hand mit einer Exemplarnummer zu versehen und so zum Unikat zu machen. Alle 1.500 Exemplare. </p>
<p><em><strong>&raquo;nachts in darmstadt&laquo;</strong><br />
Das Buch umfasst 224 Seiten, erscheint am 24. Juli und ist in Buchhandlungen in Darmstadt zum Preis von 11 Euro 90 erh&auml;ltlich. Au&szlig;erdem wird es &uuml;ber Amazon und &uuml;ber die Website zum Projekt vertrieben.</p>
<p>&raquo;Release-Party&laquo; zur Buchver&ouml;ffentlichung am 24.7. im Schlosskeller Darmstadt, Lesung u.a. mit dem Poetry Slammer Tilman D&ouml;ring und dem Krimiautor Christian Gude am 30.7. im Darmst&auml;dter Jazzinstitut.</em></p>
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		<title>&#9829; Zum Abschied flie&#223;en Tr&#228;nen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 08:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts deutet auf sinkende Qualität, Langeweile oder gar werbliche Texte hin, trotzdem hat die "Darmspiegel"-Redaktion einen Schlusspunkt gesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Studentenmagazin: Der &raquo;Darmspiegel&laquo; ist nach einem Jahr zum letzten Mal erschienen &ndash; Generationswechsel nicht gelungen &ndash; Redakteure wollen nun ein neues Projekt starten</strong></p>
<p>Es sollte ein Projekt auf Dauer sein. Das Darmst&auml;dter Studentenmagazin &raquo;Darmspiegel&laquo;. Doch nach nur einem Jahr ist mit der Geburtstagsausgabe gleichzeitig das letzte Heft erschienen. Gr&ouml;&szlig;tenteils angehende Online-Journalisten der Hochschule Darmstadt hatten die Zeitschrift in ihrem ersten Semester gegr&uuml;ndet. Jetzt, so sagen sie, hat sie die Routine eingeholt. Sie wollten das noch junge Magazin einstellen, bevor es den eigenen Anspr&uuml;chen nicht mehr gerecht geworden w&auml;re.</p>
<p>F&uuml;r Liebhaber der Zeitschrift mit dem unkonventionellen Blick auf Darmstadt und seine Studenten ist dieser Schritt nur schwer nachvollziehbar. Im April 2008 war die erste Ausgabe des &raquo;Darmspiegels&laquo; im Internet erschienen, die letzten f&uuml;nf gab es sogar gedruckt mit einer Auflage von 8000 St&uuml;ck. Sie wurden kostenlos verteilt.</p>
<p>Die Studenten &uuml;berraschten darin immer wieder mit ungew&ouml;hnlichen Fotostrecken und einer ausgefallenen Gestaltung. Als es um die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt ging, die Punks und Junkies vom Luisenplatz fernhalten sollte, war das Motto des &raquo;Darmspiegels&laquo;: &raquo;Darmstadt macht sauber&laquo;. In aller Fr&uuml;he hatten sich die Fotomodelle aus dem Bett gequ&auml;lt und bei Sonnenaufgang in Putzmontur den Langen Ludwig geschrubbt.</p>
<p>Inhaltlich &uuml;berzeugte der &raquo;Darmspiegel&laquo; mit einem niveauvollen Mix aus Unterhaltung, Politik und Kultur. Auf ein Interview mit dem Rapper &raquo;Kool Savas&laquo; im Juli folgte ein Gespr&auml;ch mit &raquo;Kettcar&laquo;-Gitarrist Erik Langer und im Oktober stand Kultautor Wladimir Kaminer Rede und Antwort. Schl&uuml;pfrigen Geschichten &uuml;ber Sch&ouml;nheitsoperationen im Intimbereich und Materialpr&uuml;fer, die die Stabilit&auml;t von Kondomen testen, wechselten sich ab mit hochschulpolitischen Themen &uuml;ber Ausbildungsf&ouml;rderung, Qualit&auml;tsunterschiede beim Abitur und Bildungsforschung. Nichts deutet auf sinkende Qualit&auml;t, Langeweile oder gar werbliche Texte hin, trotzdem hat die &raquo;Darmspiegel&laquo;-Redaktion einen Schlusspunkt gesetzt.</p>
<p>Die jungen Kreativen sind letztlich doch an der Schnelllebigkeit des Studentenlebens gescheitert. Weil die Gr&uuml;nder des &raquo;Darmspiege&laquo;-Verlags im kommenden Semester ein Praktikum machen und sich danach auf ihren Abschluss vorbereiten, stand ein Generationswechsel an. Er ist trotz eines Teams aus mehr als 50 Mitarbeitern nicht gelungen. &raquo;Vielleicht konnten wir unser Baby nicht aus der Hand geben&laquo;, sagt Redakteurin Johanna Emge selbstkritisch. Obwohl die Redakteure und Gesellschafter immer offen f&uuml;r neue Schreiber waren, bildete sich ein fester Kreis, in den sich nicht jeder integrieren mochte.</p>
<p>Auch wenn sich Pressesprecher Jan-Kristian Jessen und Redakteur Tobias Reitz eine Zukunft f&uuml;r den &raquo;Darmspiegel&laquo; w&uuml;nschen, haben sie auch Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wenn j&uuml;ngere Semester lieber ein eigenes Projekt auf die Beine stellen wollen. Die Konzeptionsphase, das Erfinden eines neuen Produkts ist n&auml;mlich das, was auch den bisherigen Machern des &raquo;Darmspiegels&laquo; am besten gef&auml;llt. Schon die Internet-Version hatten ihnen viele Professoren und Kommilitonen nicht zugetraut, mit dem ersten gedruckten Heft hatten sie ihr Traumziel erreicht. &raquo;Wir m&uuml;ssen uns immer ein bisschen &uuml;berfordern&laquo;, sagt Reitz. Das Gef&uuml;hl, &uuml;ber sich hinaus zu wachsen, konnte der &raquo;Darmspiegel&laquo; ihnen zum Schluss nicht mehr geben. &raquo;Unser Studium ist zu kurz, um nur ein Projekt zu machen&laquo;, stellt Reitz klar.</p>
<p>Das Ende des Magazins bedeutet deshalb nicht das Ende des Verlags und der Zusammenarbeit. Das letzte Heft war noch nicht fertig gedruckt, da t&uuml;ftelten die Studenten schon an einer neuen Idee, einem Buchprojekt. &raquo;Noch stehen wir nicht im Berufsleben und k&ouml;nnen unserer Kreativit&auml;t freien Lauf lassen&laquo;, begr&uuml;ndet Reitz den Schritt.</p>
<p>Ihr Magazin einzustellen ist dem jungen Team trotzdem schwergefallen. &raquo;Da sind auch Tr&auml;nen geflossen&laquo;, gibt Johanna Emge zu. In Zukunft wird die Treppe des Darmstadtiums nicht mehr von Studenten bev&ouml;lkert sein, die am Erscheinungstag in der druckfrischen Ausgabe bl&auml;ttern. Jan-Kristin Jessen<sup>&nbsp;1</sup> wird dieser Anblick trotz Aufbruchsstimmung fehlen. Am 4. Mai w&auml;re der neue &raquo;Darmspiegel&laquo; erschienen.</p>
<strong>Anmerkung der darmspiegel-Redaktion: Damit Sie sich nichts Falsches merken, korrigieren wir Fehler in Presseberichten mit Fußnoten.</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_60" class="footnote">Jan-Kristian Jessen</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>&#9829; &#187;Kein Scrollen, kein Flimmern&#171;</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 07:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Konzept, ein Medium "für die studentische Bohème in Darmstadt", für experimentierfreudige und kritische Persönlichkeiten mit großer medialer Kompetenz zu machen, scheint zu aufzugehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie entlocken Fu&szlig;ballvereinspr&auml;sident Hans Kessler Suchtbekenntnisse, stellen Hochschulpr&auml;sidentin Maria Overbeck-Larisch als goldgerahmte K&ouml;nigin dar oder richten sich ein WG-Wohnzimmer auf einer B&uuml;rgerparkwiese ein. Und schon im Vorwort des Hefts mit diesen Inhalten beweisen sie die F&auml;higkeit zu feiner Ironie: &raquo;Es ist befriedigend, eine Baumleiche einfach so durchzubl&auml;ttern, stimmt&rsquo;s?&laquo;, hei&szlig;t es dort. &raquo;Kein Scrollen, kein Flimmern, keine schmerzenden Augen mehr.&laquo;</p>
<p>Mit diesen knackig und kreativ getexteten Worten leitet die Redaktion des &raquo;Darmspiegel&laquo; ein in die Oktober-Ausgabe ihres Gratis-Magazins. Das Besondere: Nachdem die ersten vier Ausgaben seit April ausschlie&szlig;lich online im PDF-Format erschienen sind, liegt nun die erste Printausgabe aus Papier vor. Das ist schon deshalb erstaunlich, weil die Wurzeln des Mediums im Online-Journalismus liegen, den der Gro&szlig;teil der Macher studiert. Und wird nicht allerorts behauptet, junge Leute h&auml;tten kein Interesse mehr an gedruckten Medien?</p>
<p>Der &raquo;Darmspiegel&laquo; beweist, dass dies nur bedingt zutrifft. &raquo;Die Leute haben uns immer nach einer Printversion gefragt&laquo;, erz&auml;hlt der 22 Jahre alte Chef vom Dienst, Kersten Riechers. &raquo;Und das hat uns auch sehr gefreut.&laquo; Denn von Anfang an haben die Blattmacher die Vision gehabt, das Online-Magazin auch als Printheft herauszugeben.</p>
<p>Das hat zum einen &auml;sthetische Gr&uuml;nde: Ihr hoher Anspruch an ein frisches Layout und eine bewusste Text-Bild-Inszenierung kann in diesem greifbaren Format besser wirken. Riechers dr&uuml;ckt es so aus: &raquo;Das f&uuml;hlt sich einfach total gut an.&laquo; Und au&szlig;erdem bedient die Heftform nach wie vor Lesegewohnheiten vieler, wie er erg&auml;nzt: &raquo;In Sachen Medienkompetenz sind noch nicht alle auf dem neusten Stand.&laquo;</p>
<p>Der Zweiundzwanzigj&auml;hrige selbst zeigt durchaus einen geh&ouml;rigen Teil des modernen Rezeptionsverhaltens, das jungen Leuten oft nachgesagt wird: Die meisten seiner Informationen konsumiert er tagt&auml;glich &uuml;bers Internet. Statt beim Fr&uuml;hst&uuml;ck eine Tageszeitung zu lesen, wirft er schon vorm Duschen den Rechner an. Von diesem l&auml;dt er auch TV-Nachrichten als Video herunter. Einen Fernseher hat er n&auml;mlich nicht &ndash; &auml;hnlich Rebecca Sandbichler, Chefredakteurin des &raquo;Darmspiegels&laquo;, die den jungen Medienkonsum so auf den Punkt bringt: &raquo;Die Leute sind da sehr pragmatisch geworden, die sammeln ihre Informationen auf, wo sie sich bekommen k&ouml;nnen.&laquo;</p>
<p>Soll hei&szlig;en: Statt sich bedienen zu lassen, stellen diese Rezipienten ihren Informationsmix zusammen. Dennoch glauben die jungen Magazinmacher nicht, dass klassische Medien vom Markt verschwinden. &raquo;Ich lese Wochenzeitungen und interessante Magazine&laquo;, sagt Kersten Riechers. &raquo;Aber die m&uuml;ssen so gemacht sein, dass ich mir die Zeit daf&uuml;r nehme.&laquo; Auch Sandbichler glaubt: &raquo;Die guten Formate und Zeitungen werden &uuml;berleben.&laquo;</p>
<p>Wie es um die &Uuml;berlebenschancen des &raquo;Darmspiegels&laquo; steht, ist derzeit noch keine dringliche Frage unter den rund f&uuml;nfzig Studierenden, die an dem Magazin mitwirken. Seit Erscheinen der 8000 durch Anzeigenwerbung finanzierten Printexemplare gibt es laut Sandbichler und Riechers nahezu t&auml;glich Bewerbungen zum Mitmachen. Das Konzept, ein Medium &raquo;f&uuml;r die studentische Boh&egrave;me in Darmstadt&laquo;, f&uuml;r experimentierfreudige und kritische Pers&ouml;nlichkeiten mit gro&szlig;er medialer Kompetenz zu machen, scheint zu aufzugehen. Und dies in der Printversion offenbar noch besser.</p>
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		<title>&#9829; Studentenmagazin provoziert Hochschul-Pr&#228;sidentin</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 04:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Sechs Monate, nachdem die erste Ausgabe des Magazins "Darmspiegel" als PDF im Internet erschienen ist, haben sie nun auch eine gedruckte Ausgabe auf die Beine gestellt. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Studenten haben es geschafft. Sechs Monate, nachdem die erste Ausgabe des Magazins &raquo;Darmspiegel&laquo; als PDF im Internet erschienen ist, haben sie nun auch eine gedruckte Ausgabe auf die Beine gestellt. Seit Dienstag liegen 8000 Exemplare in Caf&eacute;s, Gesch&auml;ften und den Hochschulen aus. Das Magazin ist gratis, den Druck haben rund 20 Werbekunden finanziert.</p>
<p>Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Hochglanzumschlag, 52 Seiten und Themen, die sogar die Pr&auml;sidentin der Hochschule Darmstadt zu einem Besuch in der Redaktion veranlassen. &raquo;Sie hat um ein Interview gebeten&laquo;, fasst Jan-Kristian Jessen, Sprecher des Studentenmagazins, die Reaktion von Maria Overbeck-Larisch auf den Artikel &raquo;h_da, ein K&ouml;nigreich?&laquo; zusammen. Der Text ist mit einem &Ouml;lgem&auml;lde illustriert, das Larisch mit Zepter und Hermelin-Kragen zeigt.</p>
<p>Die Karikatur nimmt den von Senatsmitgliedern als autorit&auml;r kritisierten F&uuml;hrungsstil Larischs auf die Schippe. Der Bericht beschreibt hingegen sachlich die strukturellen Hintergr&uuml;nde in der Hochschulpolitik, die f&uuml;r die aktuellen F&uuml;hrungskrisen an der HDA und anderen Hochschulen verantwortlich sind.</p>
<p>Die Pr&auml;sidentin hat der Text immerhin aus der Reserve gelockt&#160;&#8211; und das kaum einen Tag nach seinem Erscheinen. &raquo;Wir sind nat&uuml;rlich erfreut dar&uuml;ber, dass wir wahrgenommen werden. Denn das ist ja unser Ziel&laquo;, sagt Jessen. &raquo;Wir wollen uns als Marke in Darmstadt etablieren und ernst genommen werden von den Studenten und Hochschulmitarbeitern.&laquo;</p>
<p>Im Gegenzug soll das Magazin den fast 30.000 Studenten in Darmstadt ein redaktionelles Sprachrohr bieten. Die Themen sind klar studentisch: Hotel Mama, Wohnungssuche, Sex, Drogen, Rockmusik und auch ein bisschen Politik. &raquo;Wir wollen die Studenten objektiv und unabh&auml;ngig vertreten&laquo;, sagt Jessen. Die Unabh&auml;ngigkeit gerade gegen&uuml;ber den Hochschulen sei der Redaktion sehr wichtig. Hilfestellung nimmt sie jedoch entgegen. So nutzen die Studenten f&uuml;r ihre Arbeit kostenlos R&auml;ume der Hochschule und der Technischen Universit&auml;t.</p>
<p><strong>Gewinn geplant</strong></p>
<p>Noch ist der Darmspiegel auf Unterst&uuml;tzung angewiesen. Die etwa 40 Mitarbeiter, die gr&ouml;&szlig;tenteils Online-Journalismus an der HDA studieren, erhalten kein Entgelt. Einzig f&uuml;r Werbekunden gibt es eine Provision. Ohne ein gedrucktes Heft in der Hand sei die Anzeigenakquise besonders schwer gewesen, berichtet Jessen. Mit der ersten Ausgabe soll das nun leichter werden. Dass die Self-Made-Journalisten auch als Anzeigenvertreter agieren, geh&ouml;re eben dazu. &raquo;Wir sind ein Unternehmen.&laquo;</p>
<p>Langfristig soll das Magazin sogar Gewinn abwerfen, erkl&auml;rt Jessen selbstbewusst. &raquo;Das ist eine Existenzgr&uuml;ndung.&laquo; Die Darmspiegel Verlags GbR bietet neben dem Magazin auch Agenturleistungen wie Anzeigenlayout oder Webseitengestaltung. &raquo;Damit kann man langfristig ein gewisse Anzahl von Menschen besch&auml;ftigen&laquo;, meint Jessen.</p>
<p>Die Strukturen sind durchaus professionell. Zust&auml;ndigkeiten f&uuml;r PR, Marketing, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, Chefredaktion und Chef vom Dienst sind klar verteilt. Bei der Themenwahl angeht, sind die Hierarchien hingegen flach angelegt: &raquo;Inhaltliche Entscheidungen werden grunds&auml;tzlich in der Redaktionskonferenz gef&auml;llt, wo alle festen Mitarbeiter anwesend sind&laquo;, sagt Jessen.</p>
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		<title>&#9829; Jusos, Punks und Tocotronic</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 06:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[lesenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Heftinhalte sind vielfältig. Eine gesellschaftskritische Betrachtung über die "Hetzjagd der Lebensläufer" nach der perfekten Vita gehört genauso dazu wie ein Artikel über die Krise des SV-Darmstadt oder – man staune – ein Interview mit der Band Tocotronic.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Darmstadt ist das erste Studentenmagazin erschienen. Zun&auml;chst nur im PDF-Format zum Downloaden. Doch das soll sich &auml;ndern.</p>
<p>Rebecca Sandbichler ist von Innsbruck nach Darmstadt gezogen &ndash; und war erstmal verwundert. &raquo;Hier gibt es zwei Journalistikstudieng&auml;nge, mehr als 30.000 Studenten und kein Studentenmagazin.&laquo; Jetzt ist Rebecca Sandbichler stellvertretende Chefredakteurin des darmspiegels. Die erste Ausgabe des derzeit einzigen Studentenmagazins in Darmstadt steht seit April als PDF-Dokument im Internet.</p>
<p>F&uuml;r ein junges Magazin ist der darmspiegel erstaunlich politisch. Eine Autorin berichtet, dass die Jusos in Darmstadt-Dieburg damit gescheitert sind, sich von Jungsozialisten in Junge Sozialdemokraten umzubenennen.<br />
&raquo;Wir wollten nicht wie die Neon sein, Politik geht in anderen Studentenmagazinen immer verloren&laquo;, sagt D&eacute;sir&eacute;e Grobecker, die wie fast alle der 15 Redaktionsmitglieder an der Hochschule Darmstadt (HDA) Onlinejournalismus studiert. &raquo;Unser Anspruch ist, kritisch &uuml;ber Themen zu berichten, &uuml;ber die in der Stadt geredet wird&laquo;, erg&auml;nzt Jan-Kristian Jessen.</p>
<p>Die Titelgeschichte besch&auml;ftigt sich auf sechs Seiten mit der Verordnung, mit der Darmstadt seit diesem Jahr Punks und Junkies der Fu&szlig;g&auml;ngerzone verweist. &raquo;Darmstadt macht sauber&laquo;, lautet die &Uuml;berschrift. Zur Illustration putzen die Redakteure in Kittelsch&uuml;rzen den Langen Ludwig &ndash; an dem Denkmal lagern oft Punks.</p>
<p>Doch die Heftinhalte sind vielf&auml;ltig. Eine gesellschaftskritische Betrachtung &uuml;ber die &raquo;Hetzjagd der Lebensl&auml;ufer&laquo; nach der perfekten Vita geh&ouml;rt genauso dazu wie ein Artikel &uuml;ber die Krise des SV-Darmstadt oder &ndash; man staune &ndash; ein Interview mit der Band Tocotronic.</p>
<p><strong>&raquo;Der Name ist nicht sch&ouml;n&laquo;</strong></p>
<p>Provokant ist auch der Titel darmspiegel. &raquo;Der Name ist nicht sch&ouml;n, aber wenn eine Stadt Darmstadt hei&szlig;en kann, kann ein Magazin in dieser Stadt auch Darmspiegel hei&szlig;en&laquo;, sagt Sandbichler.</p>
<p>Bislang arbeiten nur Studenten der HDA am Darmspiegel mit. Das Magazin ist jedoch von ihr unabh&auml;ngig und richtet sich an Studenten von allen drei Darmst&auml;dter Hochschulen, sagt Kressen<sup>&nbsp;1</sup>. &raquo;Deshalb suchen wir auch noch an anderen Hochschulen Autoren, Fotografen, Layouter und Leute, die sich um die Website k&uuml;mmern.&laquo;</p>
<p>Im Internet m&ouml;chte die Redaktion eine Community aufbauen. &raquo;Aber nicht, um irgendwelche Gruppen zu gr&uuml;nden wie bei StudiVZ, sondern um Tipps zu liefern, wo man was in Darmstadt kriegt&laquo;, erkl&auml;rt Sandbichler. &raquo;Verkaufe Kleiderschrank, Wohnung gesucht und wo gibt es das billigste Fr&uuml;hst&uuml;cksbuffet.&laquo; Ihr monatlich erscheinendes Magazin wollen die Studenten bald auch als Heft drucken. &raquo;Das ist ganz fest geplant&laquo;, sagt Grobecker. Den Druck sollen Anzeigen finanzieren.</p>
<p>Die Ver&ouml;ffentlichung einer ersten Ausgabe sehen die Studenten als ersten Schritt zur Anzeigenakquise. &raquo;Wir wollten etwas Handfestes haben, bevor wir Werbekunden ansprechen&laquo;, sagt Sandbichler. Denn auch Kommilitonen seien der Zweitsemesterin gegen&uuml;ber skeptisch gewesen. &raquo;Aber jetzt haben wir gezeigt, dass wir etwas auf die Beine stellen.&laquo;</p>
<p>Den &raquo;darmspiegel&laquo; kann man sich unter www.darmspiegel.de runterladen.</p>
<strong>Anmerkung der darmspiegel-Redaktion: Damit Sie sich nichts Falsches merken, korrigieren wir Fehler in Presseberichten mit Fußnoten.</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_38" class="footnote">Jessen. Jan-Kristian Jessen.</li></ol>]]></content:encoded>
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